Sanfte und alternative Medizin

Medizin im Alter

Mit zunehmendem Alter nehmen viele Krankheitsbilder statistisch zu. Mehrfacherkrankungen sind aus vielerlei Hinsicht sehr belastend für die älteren Menschen. Das Bestehen von mehreren Krankheiten nennt man medizinisch Multimorbidität. Multimorbidität im Alter ist aber kein vorgezeigter schicksalhafter Weg jedes Menschen, sondern sehr individuell auch von den Therapieoptionen geprägt. Mit der Multimorbidität geht vor allem auch das Problem der Multimedikation einher. Der erhöhte Medikamentenbedarf bei älteren Menschen führt oft zu vermehrten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen. Gerade bei älteren Menschen spielen die Nebenwirkungen von Medikamenten eine große Rolle in der Behandlung. Vor allem auch Herz-Kreislaufprobleme, Nierenfunktionsstörungen oder die Verringerung der Leistungsfähigkeit stellen häufige Nebenwirkungen der Medikamente dar. Oft verändert sich mit der ständigen Einnahme der Medikamente auch die Medikamentenwirksamkeit im Organismus. Vor allem ab dem Rentenalter nimmt ein großer Prozentsatz der Menschen Medikamente regelmäßig, auf Grund von chronischen Krankheitsbildern wie Diabetes, Bluthochdruck oder Schulddrüsenerkrankungen. Viele Medikamentenprobleme tauchen im zunehmenden Alter mit Anwendungsproblemen auf, zum Beispiel, wenn die Betroffenen die Medikamente vergessen oder die Tabletten vertauschen. Oft werden auch die Dosierungsanweisungen falsch interpretiert. Ältere Menschen sind auf Grund all dieser Probleme auf eine besonders intensive ärztliche Behandlung angewiesen.

Mit der Lehre der Krankheiten von älteren Menschen setzt die medizinische Wissenschaft der Geriatrie auseinander. Ärzte können in Deutschland für die Geriatrie eine Zusatzausbildung absolvieren und tragen dann die ärztliche Zusatzbezeichnung Geriatrie. Fachärzte für Allgemeinmedizin, Innere Medizin oder Neurologen tragen zum Beispiel die Zusatzbezeichnung Geriatrie sehr häufig. Fachärzte für Geriatrie sind vor allem in der Behandlung von Menschen über 80 Jahre gefragt. Generell gibt es allerdings kein spezielles Alter für die Fachärzte. Typisch für viele Syndrome im Alter, wie Immobilität, Intelligenzabbau oder Einschränkungen der Wahrnehmungsorgane, sind die schleichenden Verläufe. Besonders ab dem sechsten Lebensjahrzehnt sollte man regelmäßige Untersuchungen zu den typischen Alterskrankheiten durchführen. Eventuell kann man auch in die Therapie bestimmter Symptome alternativmedizinische Präparate einfließen lassen, die auch deshalb sinnvoll sein können, da sie in der Regel keine oder wenige Nebenwirkungen haben. In den USA sind alternative Behandlungsformen und Präparate nach einer Studie der Ohio State University bei älteren Menschen besonders beliebt. Die Alternativmedizin kann vor allem auch in der Prävention eingesetzt werden und helfen, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu stabilisieren. Zu den beliebten alternativmedizinischen Anwendungen bei älteren Menschen gehören zum Beispiel Gedächtnistraining, Meditation, Massage, Chiropraktik, Akkupunktur oder auch homöopathische Behandlungen.

Im Mittelpunkt der sanften Medizin im Alter steht vor allem der Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit. Demenz-Erkrankungen sind im zunehmenden Alter statistisch gesehen immer prägender. Es gibt einige alternativmedizinische Präparate, die sich durchaus positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken. Der Markt an Naturpräparaten gegen Alzheimer ist heute zum Beispiel riesig. Allerdings sollte man die unterschiedlichen Tests zu den Produkten genau studieren, da einige Präparate auch Nebenwirkungen haben können. Manche Präparate, gerade wenn sie die Blutgerinnung beeinflussen, müssen zum Beispiel vor einer Operation unbedingt mit dem Arzt besprochen werden. Man sollte generell auch die naturheilkundlichen Präparate mit dem Arzt besprechen. Bei der Demenz-Therapie spielt vor allem die Früherkennung eine wichtige Rolle. Die Therapien sind umso wirkungsvoller, desto früher sie ansetzen. Bei Verdacht auf gravierende geistige Leistungsdefizite sollte man früh einen Nervenarzt aufsuchen. Demenz ist oft auch von der Lebensführung und bestimmter erblicher Faktoren abhängig. Im Alter ist es sehr wichtig, das gesunde Ernährungsgewohnheiten und viel Bewegung in den Lebensrhythmus einfließen. Ältere Menschen sollten vor allem auch viel Wasser trinken, was vielen älteren Menschen schwerfällt.

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